Jun 2002


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818 Seiten
Goldmann Verlag

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Hans Bemmann:
Stein und Flöte

...und das ist noch nicht alles...

Die Hauptperson dieses Buches ist Lauscher, der Sohn des Großen Brüllers. Der Große Brüller ist ein starker mächtiger Mann mit einer gewaltigen Stimme; er ist Richter in Fraglund.
Sein Sohn Lauscher ähnelt ihm nur wenig. Er ist meist still und hört nur zu, denn Gebrüll verwirrt ihn.

Doch eines Tage trifft er Arni, einen alten Beutereiter, der ihm einen geheimnisvollen Stein schenkt.

* Lauscher nahm den Stein und betrachtete ihn. Er war glattgeschliffen wie ein Bachkiesel, halb druchscheinend und schimmerte in dunklen Farben zwischen grün, blau und violett. Als er ihn gegen das Licht hielt, sah er, dass die Farben in dem Stein einen Strahlenring bildeten, wie die Iris in einem Auge. *
(Textauszug)

Arni ist ein berühmter Mann, doch das sollte Lauscher erst viel später erfahren. Momentan beschäftigt ihn vielmehr der seltsame Spruch, den der sterbende Beutereiter ihm mit auf den Weg gegeben hat:

* Suche den Schimmer *
* Suche den Glanz *
* Du findest ihn nimmer *
* Findst du ihn nicht ganz *

Lauscher beschließt seinen Großvater, den Sanften Flöter um Rat zu fragen. Dieser ist ein stiller Mensch wie sein Enkel und ein wahrer Meister des Flötenspiels.

* Man sagte von ihm, sein Flöten sei so süß, dass sogar die Vögel verstummten, um zuzuhören, und es besänftigte die Menschen dermaßen, dass schon mancher Streit allein durch diese Töne geschlichtet worden sei. *
(Textauszug)

Auf seiner Suche nach Schimmer und Glanz muss Lauscher noch viele Abenteuer bestehen; er lernt neue Freunde (aber auch Feinde) kennen und erfährt, dass sein höchstes Ziel sein solle, immer gutes zu tun. Er bekommt noch eine Flöte und ein merkwürdiges Holzstück geschenkt, die ihn zusammen mit dem Stein bei seinen guten Taten unterstützen sollen.
Doch Lauscher missbraucht ihre Kräfte, um Macht und Ansehen für sich zu erringen...


Dieses Buch ist wirklich wundervoll. Es ist sehr spannend und dabei ein fantastisches Märchen, voller Rückblenden und eingebauter Geschichten.
"Hans Bemmann beschwört jene Fabelwelten, in denen Tiere - stets noch weiser als Menschen - sprechen konnten, in denen Dinge mit wundersamer und zauberischer Magie begabt waren. (...) Romantisches Erbe hallt von Ferne durch den Roman.

(Badische Zeitung)


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