Radiergummis
Jeder Zeichner macht mal Fehler, auch der beste und deswegen sind die Radiergummis ein ganz besonders wichtiges Werkzeug für den Künstler.
Ich benutze für meine Zeichnungen drei verschiedene Radierer:
den klassischen "weichen Bleistiftradierer", den "Knetgummiradierer" und den "Radierstift".Der weiche Bleistiftradierer
Lange Zeit war dies der einzige Radierer, mit dem ich gearbeitet habe. Ich denke, jeder von euch hat mindestens einen davon zu Hause.
Für mich gilt hier: je weicher, desto besser.
Vorteile: Er nimmt die Farbe sehr schön auf und man kann ihn von Zeit zu Zeit abschneiden, um wieder "scharfe" Kanten zu erhalten.
Nachteil: Durch das Radieren wird auch das Papier beschädigt. (besonders bei härteren Radierern) Früher (als ich noch so gewalttätig war ;-)) hab ich es ab und zu mal geschafft, ein Loch in mein Papier zu radieren...
Aber auch, wenn man nicht ganz so brutal vorgeht, wird doch die oberste Schicht des Papiers abgetragen und es nimmt die Farbe nicht mehr so schön an.
Anwendungsgebiet: Diesen Radierer benutze ich, wenn ich zu fest aufgedrückt habe oder zum schnellen Wegradieren von Bleistiftresten bei Skizzen, die ich mit schwarzem Fineliner nachgefahren habe.Der Knetgummiradierer
Dieses fantastische Werkzeug habe ich erst kürzlich für mich entdeckt; ich bin ganz begeistert davon. Es handelt sich hierbei um einen Radierer, den man frei verformen kann wie Knetmasse (er trocknet allerdings nicht aus). Man erhält ihn in jedem Künstlerfachgeschäft.
Vorteile: Der Knetgummiradierer radiert sehr weich, ohne das Papier dabei zu beschädigen. Es entstehen außerdem nicht diese lästigen "Würmchen" wie beim normalen Bleistiftradierer (der Radierer wird nicht kleiner, nur schwärzer). Man kann den Radierer in jede Form kneten und so z.B. auch Details auslöschen.
Nachteil: Drückt man mit dem Bleistift zu fest auf, ist der Knetgummiradierer machtlos...
Anwendungsgebiet: Den Knetgummiradierer benutze ich eigentlich immer. Er ist mein Lieblingsradierer. Besonders gut eignet er sich übrigens auch zum Setzen von sogenannten Glanzlichtern oder "Highlights".Der Radierstift
Ein Radierstift ist ein Stift, der eine Mine aus Radiergummi hat...
Man kann ihn wie normale Stifte spitzen. Erhältlich ist er im Künstlerfachgeschäft.
Vorteil: Wenn man den Stift spitzt, wird die Spitze sehr fein. Damit kann man auch winzige Details (relativ) gefahrlos wegradieren.
Nachteile: Zum Radieren von Flächen ist der Radierstift absolut nicht geeignet und auch das Radieren von größeren Strichen ist ziemlich mühsam. Außerdem ist seine Mine ziemlich hart und beschädigt leicht das Papier.
Anwendungsgebiet: Den Radierstift benutze ich nur zum Radieren winziger Details (z.B. bei Verbesserungen innerhalb der Augen).© by Neptun
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