Sonea: Die Hüterin von Trudi Canavan

Reihe: 
 (Band 1)

Originaltitel: 
The Traitor Spy 1: The Ambassador's Mission
Verlag: 
Blanvalet
Erscheinungsjahr: 
2011
ISBN: 
978-3442377251
Seiten: 
608

Mit der Sonea-Trilogie präsentiert Trudi Canavan die Fortsetzung ihrer so erfolgreichen Jugend-Fantasy-Trilogie über die Gilde der Schwarzen Magier. Der Leser darf Sonea und ihren Sohn Lorkin, der inzwischen bereits ein junger Mann ist, zu neuen Abenteuern begleiten.

Ein alter Jugendfreund, der Dieb Cery, benötigt Soneas Hilfe: ein geheimnisvoller Killer versetzt die Unterwelt von Imardin in Angst und Schrecken. Die Gefahr besteht, dass es sich bei dem Mörder um einen wilden Magier handelt. Dieser Bedrohung für die Magiergilde muss Sonea natürlich sofort nachgehen. Doch dies ist nicht ihr einziges Problem: ihr Sohn Lorkin fordert seine Unabhängigkeit und reist als Assistent des Botschafters ins Nachbarland Sachaka. Einige Schwarzmagier dort haben noch eine Rechnung mit Lorkins Eltern offen, was den jungen Mann in große Gefahr bringt. Er wird von den mysteriösen “Verräterinnen” entführt und ist schnell weit tiefer in die politischen Machtkämpfe des fremden Landes verstrickt als ihm lieb ist...

“Die Gilde der schwarzen Magier”-Bücher (Die Rebellin, Die Novizin, Die Magierin) fand ich extrem spannend, weswegen ich auf die neuen Geschichten um Sonea sehr gespannt war. Wie die Vorgänger liest sich der Roman sehr schön, erreicht jedoch leider nicht deren Qualität. (Ich möchte hier aber bereits anmerken, dass sich das im zweiten Band wieder verbessert!)

Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam. Die beiden Haupthandlungsstränge um Sonea, die Diebe und die Gilde auf der einen Seite und Lorkins Mission in Sachaka auf der anderen Seite sind zwar interessant, lassen jedoch an Tempo und Dramatik vermissen. Die Spannungsamplitude bleibt auf niedrigem Niveau. Nichtddestotrotz werden einige Fragen aufgeworfen und Geheimnisse angerührt, die für die Folgebände neues Konflikt- und Dramapotential versprechen. So stößt Sonea als Heilerin auf eine neue und sehr gefährliche Bedrohung für die Magie im Allgemeinen und deren Kontrolle durch die Gilde im Besonderen und Lorkin ist zusammen mit Botschafter Dannyl einer alten magischen Waffe auf der Spur.

Sprachlich ist das Buch wie von Trudi Canavan gewohnt sehr einfach gehalten. Für ein Jugendbuch ist dies jedoch kein großes Manko. Wäre die Geschichte etwas spannender, wäre mir die Sprache vermutlich gar nicht aufgefallen, so stolperte ich aber doch über einige Wiederholungen oder holprige Formulierungen (die natürlich auch an der Übersetzung liegen können).

Als Einstieg in die Welt Soneas ist dieses Buch wohl eher weniger geeignet. Wer jedoch die alte Trilogie kennt und mag, wird auch hier gut unterhalten werden. “Sonea: Die Hüterin” ist ein etwas gemächlicher, aber trotzdem vielversprechender Auftakt zu einer neuen Trilogie um Magie, politische Konflikte, Liebe und Verrat. Auch wenn diese Zutaten im ersten Band noch recht sparsam verstreut wurden, deutet vieles darauf hin, dass Spannung und Tempo in den nächsten Bänden zulegen werden.

Mein Fazit:

Information zur Reihe:

Sonea

Jugend-Fantasy-Trilogie um Magie, Politik und Verrat
Fortsetzung der erfolgreichen Trilogie um  "Die Gilde der schwarzen Magier"

1: Sonea: Die Hüterin
2: Sonea: Die Heilerin
3: Sonea: Die Königin

Hast du das Buch auch gelesen? Oder überlegst du noch, ob es was für dich ist? Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

Kommentare

Hat nicht mehr den Biss wie die erste trilogie, aber dennoch angenhem zu lesen...

Hi Karma,

willkommen auf meiner Homepage!

Du hast Recht, die erste Trilogie war schon deutlich besser. Wobei ich aber auch den zweiten Sonea-Band dann wieder spannender fand (Rezension dazu kommt bald). Hast du den auch gelesen?

Nein, ich warte dann lieber bis die Trilogie komplett ist. Gibt ja noch andere gute Sachen zum Lesen ;)

Das stimmt allerdings! :)

Ich finde es eigentlich auch immer sehr schlimm, wenn man auf Fortsetzungen warten muss, obwohl man doch unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Aber in dem Fall hatte ich die Bücher von einem Freund geliehen bekommen...

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