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Herzlich willkommen in meiner Bücherecke!

Hier findet ihr Rezensionen und Buchtipps. Ich lese hauptsächlich Fantasy, bin leidenschaftlicher Herr der Ringe - und Harry Potter - Fan und mag auch realistische Fantasy im Stile George R.R. Martins sehr gerne. Für verliebte Vampire konnte ich mich bis(s)her noch nicht begeistern. Dafür mag ich gute historische Romane und habe ich ein Faible für Geschichten über König Artus.

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Meine Lieblingszitate aus Sherlock, Staffel 1

Nur noch ein gute Stunde, dann ist es so weit. „Sherlock“ ermittelt wieder im deutschen Fernsehen (20.15 Uhr, ARD).

Zur Einstimmung habe ich ein paar meiner Lieblingszitate aus Staffel 1 herausgeschrieben. Sie stammen alle aus Folge 1 „Ein Fall von Pink“.

 

Watson hat gerade Holmes' „Erzfeind“ getroffen.

Holmes: Hat er Ihnen Geld angeboten, um mich auszuspionieren?

Watson: Ja.

Holmes: Haben Sie angenommen?

Watson: Nein.

Holmes: Schade, wir hätten es uns teilen können. Nicht zu Ende gedacht!

 

Holmes etwas andere Vorstellung von Spaß:

Holmes: Ein Serienmörder! Wie ich den liebe! Da kann man sich immer auf etwas freuen!

 

Nachdem Watson zum ersten Mal Zeuge von Holmes außergewöhnlicher Kombiniergabe geworden ist:

Watson: Das war verblüffend.

Holmes: Ja, finden Sie?

Watson: Natürlich, es war eindrucksvoll. Wirklich eindrucksvoll.

Holmes: Das bekomme ich selten zu hören.

Watson: Was bekommen Sie sonst zu hören?

Holmes: Verpiss dich.

 

Watson begleitet Holmes zum ersten Mal zu einem Tatort:

Watson: Was mache ich hier?

Holmes: Mir helfen, etwas zu beweisen.

Watson: Eigentlich soll ich Ihnen helfen, die Miete zu bezahlen.

Holmes: Das hier macht mehr Spaß!

Watson: Spaß? Die Frau hier ist tot!

Holmes: Ganz solide Analyse, aber ich hatte gehofft, sie würden etwas tiefer gehen.

 

Sherlock hat vom Notarzt eine warme Decke bekommen:

Holmes: Was soll das mit dieser Decke? Dauernd legt man mir diese Decke um.

Inspektor Lestrade: Ja, wegen des Schocks.

Holmes: Ich stehe nicht unter Schock.

Lestrade: Das ist für die Jungs, die wollen ein paar Fotos schießen.

 

Ich wünsche euch heute abend viel Spaß beim Mitfiebern!

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Sherlock Holmes und ich

Ich würde mich nicht als klassischen Sherlock Holmes – Fan bezeichnen. Dazu bin ich zu wenig Krimi-Fan und noch zu neu im Holmes-Universum. Ganz sicher bin ich aber Fan der britischen Fernsehserie Sherlock, die Holmes und Watson in genialer Art und Weise in die heutige Zeit versetzt.

Mein Interesse für Sherlock Holmes hat aber nicht erst mit der Serie angefangen. Als Abonnentin der Zeitschrift "Hörbücher" bekam ich vor einigen Jahren die Holmes-Geschichten-Sammlungen “Das Notizbuch des Sherlock Holmes” und “Die Abenteuer des Sherlock Holmes” als kostenloses Hörbuch. Die 40-60 Minuten langen Geschichten eignen sich perfekt zum Zwischendurch-Hören und ich fand schnell Gefallen an Charakteren und Erzählweise.

Wie schon geschrieben bin ich eigentlich kein Krimi-Fan. Mord, Gewalt, Sozialkritik und Co. reizen mich in Büchern nicht (auch wenn ich jeden Sonntag brav den “Tatort” gucke). Sherlock Holmes hat jedoch einen ganz anderen Charme. Als Charakter ist der wohl berühmteste Detektiv der Welt unglaublich reizvoll. Als brilliantes Genie zieht er Schlüsse aus Informationen, von denen andere Menschen nicht einmal wussten, dass es Informationen sind. Er löst seine Fälle quasi nur im Kopf aufgrund der Zeugenberichte und besucht den Tatort dann nur noch, um seine Schlussfolgerungen zu bestätigen oder um sie für die weniger genialen Menschen wie zum Beispiel seinen Freund Watson nachvollziehbar zu machen. Holmes ist der klassische Held, der alles kann und dem alles gelingt. Er hat hat jedoch auch einige dunkle Seiten, die die Faszination seiner Figur noch erhöhen. Ich habe eine Schwäche für geniale und arrogante Charaktere (zumindest in Büchern und Filmen ;-)) und es ist bestimmt zu einem Großteil der Person Sherlock Holmes geschuldet, dass ich mich neuerdings für Detektivgeschichten interessiere. Auch das Verhältnis zwischen Holmes und Watson finde ich hochinteressant. Die beiden verschiedenen Charaktere ergänzen sich hervorragend und führen eine ganz besondere Freundschaft.

Als Großbritannien-Fan musste ich früher oder später auf Sherlock Holmes stoßen. Es war die BBC-Serie, die in mir schließlich den Wunsch weckte, mich näher mit dem Phänomen “Sherlock Holmes” zu beschäftigen und die Geschichten nicht nur “so nebenbei” zu hören, sondern auch ganz bewusst zu lesen. Die BBC hat gezeigt, dass die Person Holmes auch in der heutigen Zeit funktioniert und das grandiose Zusammenspiel zwischen Benedikt Cumberbatch als Holmes und Martin Freeman als Watson überzeugten mich vollends von der Legende Sherlock.

Noch habe ich keine weiteren Serien oder Filme gesehen (auch die aktuellen Kinofilme mit Robert Downey jr. kenne ich nicht) und noch lange nicht alle Bücher des Kanons gelesen. Aber ich freue mich schon sehr darauf, die Welt des Sherlock Holmes weiter zu erforschen.

Wie sieht es bei euch aus? Wie seid ihr mit Sherlock Holmes in Berührung gekommen? Was haltet ihr von ihm und seinen Fällen? Welche Holmes-Filme, Bücher, Serien... mögt ihr, welche nicht?

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Das Notizbuch von Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle gelesen von Christian Poewe

 (Teil 5)

Sprecher: 
Poewe, Christian
Autor: 
Doyle, Arthur Conan
Verlag: 
Radioropa
Erscheinungsjahr: 
2008
Länge: 
9h 20min
(gekürzt)

Das Notizbuch des Sherlock Holmes ist eine Kurzgeschichten-Sammlung von zwölf voneinander unabhängigen Abenteuern des berühmten Detektivs. Man braucht keinerlei Vorkenntnisse über Charaktere oder alte Fälle und kann bei jedem Fall ganz neu einsteigen. Jede Geschichte ist zwischen 40 und 60 Minuten lang, womit das Hörbuch sich sehr gut zum zwischendurch oder unterwegs hören eignet.

„Das Notizbuch von Sherlock Holmes“ ist die jüngste der fünf Holmes-Geschichtensammlungen und erst 1927 erschienen. Dr. John Watson ist bereits verheiratet und wohnt nicht mehr in der Baker Street. Trotzdem agiert er wie gewohnt als Erzähler der Fälle.

Wieder einmal warten einige höchst sonderbare Rätsel darauf, vom Meisterdetektiv gelöst zu werden (was diesem natürlich jedes Mal mit Bravour gelingt). Holmes beschäftigt sich diesmal beispielsweise mit einem tragischen Fall von Ehebruch, bei welchem der arme Ehemann nicht nur seine Frau und seinen besten Freund verliert, sondern auch noch sein gesamtes Vermögen („Der Farbenhändler im Ruhestand“). Die Sache erweist sich als weit komplizierter als es auf den ersten Blick scheint, zumal sich außer Holmes und Watson auch ein seltsamer Freimaurer für das Verbrechen interessiert.

In „Der bleiche Soldat“ muss Holmes das Verschwinden eines jungen Soldaten aufklären, der von einem Freund vermisst und von den Eltern auf verdächtige Weise verleugnet wird. Schnell ist klar, dass die Eltern weit mehr wissen als sie zugeben wollen und eine große Vertuschung im Gange ist.

Außerdem bekommt es Holmes mit allerlei Betrügern, Dieben, Lügnern und einigen seltsamen Tieren zu tun. Schließlich muss er es sogar mit einer echten (?) Vampirin aufnehmen.

Sherlock Holmes löst die Fälle auf seine ganz eigene Art: durch Nachdenken. Freunde actionreicher Kriminalgeschichten sind bei ihm an der falschen Stelle. Wer gerne miträtselt, erhält jedoch Antworten auf alle seine offenen Fragen. Holmes' Beobachtungsgabe ist legendär und er versteht es jeden kleinsten Hinweis an der richtigen Stelle ins Puzzle einzufügen, so dass sich am Ende ein Lösungsbild ergibt. Für Watson und andere Außenstehende (einschließlich des Hörers) sind seine Schlussfolgerungen oft überraschend, er legt jedoch immer alle seine Überlegungen offen, so dass sie nachvollziehbar werden.

Die Geschichten werden zu großen Teilen in Form von Dialogen erzählt, die Holmes mit Watson, seinen Auftraggebern oder Verdächtigen führt. Die häufige wörtliche Rede kommt dem Medium „Hörbuch“ natürlich entgegen.

Christian Poewes angenehm unaufgeregter Lesestil passt hervorragend zu Tempo und Stil der Geschichten. Er interpretiert die etwas altertümliche Sprache mit sehr deutlicher Betonung und mit seiner Intonation trifft er vor allem Holmes' aristokratisch-arroganten Charakter perfekt. Auf's „Schauspielern“ verzichtet er größtenteils, was aber die Hörfreude nicht mindert.

„Das Notizbuch von Sherlock Holmes“ ist eine abwechslungsreiche Zusammenstellung spannender Detektivfälle. Wer die späten Abenteuer des Meisterdetektivs noch nicht kennt, erhält hier eine empfehlenswerte Hörbuchversion der Geschichten.

Die Sammlung enthält die folgenden Erzählungen:

1: Der berühmte Klient
2: Der bleiche Soldat
3: Der Mazarin-Stein
4: Das Haus zu den drei Giebeln
5: Der Vampir von Sussex
6: Die drei Garridebs
7: Die Thorbrücke
8: Der kriechende Mann
9: Die Löwenmähne
10: Die verschleierte Mieterin
11: Shoscombe Old Place
12: Der Farbenhändler im Ruhestand

Mein Fazit:

Information zur Reihe:

Sherlock Holmes - Erzählungen

Insgesamt sind fünf Bände mit Sherlock Holmes Kurzgeschichten von Arthur Conan Doyle erschienen:

1: Die Abenteuer von Sherlock Holmes (1892)
2: Die Memoiren des Sherlock Holmes (1893)
3: Die Rückkehr des Sherlock Holmes (1904)
4: Seine Abschiedsvorstellung (1917)
5: Das Notizbuch von Sherlock Holmes (1927)
 

Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

Sherlock, die Serie (BBC 2010)

An meinem Interesse für Sherlock Holmes ist in erster Linie (wenn auch nicht auschließlich) die BBC-Serie „Sherlock“ Schuld, deren erste Staffel im vergangenen Sommer über die deutschen Bildschirme flackerte. Was es mit dieser Serie auf sich hat und warum ich sie so unglaublich gut finde, erfahrt ihr hier.

Die Idee

Sherlock-Produzent und -Drehbuchschreiber Steven Moffat (bekannt u.a. durch „Doctor Who“) hatte die einfache, aber geniale Idee die Story um Sherlock Holmes in die heutige Zeit zu versetzen. Holmes, der ja stets auf dem neuesten Stand der Technik, wenn nicht sogar seiner Zeit voraus, war, bedient sich modernster Kommunikationsmittel. Smartphone und Internet sind heute für seine Arbeit unentbehrlich.

Das ist neu, das ist anders, das ist erfrischend. Das Schöne ist jedoch, dass es den Machern von Sherlock gelungen ist, trotz aller Innovation den ursprünglichen Geist von Sherlock Holmes einzufangen und zu erhalten. Auch wenn Holmes nun SMS statt Telegrammen schreibt und seine Sucht mit Nikotin-Pflastern statt Pfeifenrauch stillt, ist er doch immer noch Arthur Conan Doyles Genie, das alles weiß und kann und unglaublich von sich selbst überzeugt ist. Seine Fälle löst er nach wie vor durch genaueste Beobachtung und verblüfft sein Umfeld immer wieder durch treffsichere Schlussfolgerungen. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass der „echte“ Sherlock Holmes wirklich genauso agiert hätte, wäre er als Kind unserer Zeit geboren.

Die Fälle sind neu geschrieben, greifen jedoch immer wieder Elemente und Rätsel aus bekannten Holmes-Geschichten auf. Fans dürfen sich über jede Menge Anspielungen freuen.

Die Umsetzung

Mit nur drei 90-minütigen Folgen ist die erste Staffel sehr kurz. Doch hier geht ganz klar Qualität vor Quantität. Die Serie überzeugt nicht nur durch schauspielerische Leistung (dazu unten mehr), sondern auch durch sehr hochwertige Produktion. Vom eingängigen Soundtrack über die detailverliebte Kameraführung bis zum aufwändigen Schnitt stimmt hier einfach alles.

Spannung und Dramatik bleiben stets auf hohem Level. Die Geschichte wird atmosphärisch dicht erzählt. Die Aufmachung ist sehr modern, die Bilder schnell. Immer wieder gibt es kurze Rückblendungen, die Sherlocks Ausführungen unterstreichen. Schließlich kann nicht jeder wie Sherlock Holmes alle Details gleich auf den ersten Blick erkennen.

Die Charaktere

Viel mehr noch als die Buchvorlage lebt diese Serie von ihren Charakteren. Mit Benedict Cumberbatch als zynisch-arrogantem Genie in der Hauptrolle und Martin Freeman als furchtlosem Kriegsveteran Watson als dessen unersetzlichem Sidekick ist der BBC ein Glücksgriff gelungen. Cumberbatch balanciert äußerst gekonnt auf dem schmalen Grad zwischen Genialität und Wahnsinn und erweckt Sherlock Holmes mit allen seinen guten und schlechten Eigenschaften zum Leben. Er ist vielleicht noch einen Hauch exzentrischer als das Literaturvorbild. Aber der moderne Sherlock Holmes lebt ja auch in einer Zeit, in welcher die Umwelt seinem Universalgenie eher mit Skepsis als mit Bewunderung begegnet und den Meisterdetektiv, der das Verbrechen liebt und in seiner freien Zeit Experimente mit postmortal zugefügten Wunden macht, gerne zum „Freak“ degradiert.

John Watson hat die Aufgabe Holmes immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und ihn manchmal auch an die Grundregeln des menschlichen Zusammenseins zu erinnern. Dabei ist Watson schon nach kürzester Zeit zum größten Bewunderer Sherlocks geworden.

Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ist grandios. Sie interpretieren die schwierige und sehr besondere Beziehung zwischen Holmes und Watson, die über eine normale Freundschaft weit hinausgeht, mit viel Fingerspitzengefühl. Es ist eine Freude, ihrem Spiel zuzusehen.

Die Story

Armeearzt Dr. John Watson ist gerade mit einer Verletzung aus dem Afghanistan-Krieg zurückgekommen und kämpft nun gegen Geldsorgen, seine Erinnerungen und vor allem gegen die Langeweile. Als er kurzentschlossen mit dem völlig fremden Sherlock Holmes in eine WG zieht, sind alle diese Probleme auf einen Schlag gelöst. Denn mit Sherlock Holmes wird es nie langweilig.

Als weltbester und einziger „Consulting Detective“ berät Holmes Scotland Yard, immer dann, wenn die Polizei nicht weiter weiß (was so gut wie immer der Fall ist).

In der ersten Staffel gibt es drei dramatische Fälle zu lösen:

1: Ein Fall von Pink:

Eine Serie mysteriöser Selbstmorde erschüttert London. Holmes ist sofort klar, dass man es hier mit einem Serienmörder zu tun hat. Grandios spannende Auftaktfolge und wunderbare Vorstellung der wesentlichen Charaktere.

2: Der blinde Banker:

In einer Bank wird eine mysteriöse Botschaft gefunden. Kurze Zeit später ist einer der Banker tot. Der Mörder kann offensichtlich durch Wände gehen, denn die Leiche wird in einem von innen verschlossenen Raum gefunden.

3: Das große Spiel:

Obwohl Sherlock sich langweilt, hat er keine Lust, einen verschwundenen USB-Stick für den Geheimdienst zu suchen. Glücklicherweise explodiert eine Bombe und Holmes ist wieder mitten drin im spannendsten Fall. Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt, in welchem sich Holmes und der geheimnisvolle Bombenleger ein hochklassiges Duell liefern.

Fazit

„Sherlock“ übernimmt alle bewährten und erfolgreichen Elemente aus Arthur Conan Doyles Geschichten, besonders die Charakterzeichnung ist erstaunlich nah am Original. Der BBC ist es gelungen der Story durch das neue Setting und die moderne Umsetzung eine ganz neue Note zu geben, ohne dabei das Sherlock Holmes-Flair zu verlieren.

Eine absolut empfehlenswerte Serie, die mit Spannung, Innovation und ausgezeichnetem Charakterspiel zu überzeugen weiß.

Wer mal reinschnuppern will, findet hier den Trailer zur ersten Staffel.

Die erste Staffel ist bereits auf DVD und Bluray erhältlich.

Die zweite Staffel wurde in Großbritannien im Januar ausgestrahlt und erreichte Rekordquoten. In Deutschland startet sie am 17. Mai. Es ist also noch eine Woche Zeit, die drei Folgen der ersten Staffel nachzuholen (oder nochmal aufzufrischen).

Eine dritte Staffel ist angekündigt.

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Sherlock Holmes Wochen bei planetenkrieger.de

Am 17. Mai ist es endlich soweit: In Deutschland beginnt die Ausstrahlung der zweiten Staffel der überaus genialen und erfolgreichen britischen TV-Serie „Sherlock“.

Von der ersten Folge an bin ich dieser Serie vollkommen verfallen und da ich weiß, dass es vielen anderen ebenso geht, veranstalte ich zur Feier der TV-Ausstrahlung der neuen Sherlock-Fälle „Sherlock Holmes Wochen“ auf meiner Homepage.

Die Aktion startet morgen mit einer Vorstellung der grandiosen TV-Serie. Noch haben alle noch nicht Infizierten Zeit, die drei Folgen der ersten Staffel nachzuholen. Ihr werdet sehen, es lohnt sich.

In den nächsten Tagen folgen dann Rezensionen und Artikel zu Sherlock-Holmes Büchern, Hörbüchern, Hörspielen und vielem mehr rund um den großen Meisterdetektiv. Lasst euch überraschen und schaut einfach wieder vorbei. Alle 2-3 Tage wird es ein Update geben.

 

Hier nochmal zum Anstreichen im Kalender die Sendetermine der zweiten Staffel in der ARD:

Fall 1: „A Scandal in Belgravia“ - 17. Mai, 20.15 Uhr

Fall 2: „The Hounds of Baskerville“ - 27. Mai, 21.45 Uhr

Fall 3: „The Reichenbach Fall“ - 28. Mai, 21.45 Uhr

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Des Königs Dolche von Dave Duncan (Sir Stahlhart, Sir Ambrose, Silbermantel)



Originaltitel: 
Sir Stalwart - The Crooked House - Silvercloak
Verlag: 
Otherworld
Erscheinungsjahr: 
2006
ISBN: 
978-3950218503
Seiten: 
600

Stahlhart hat die entbehrungsreiche Ausbildung in der berühmten Eisenburg fast abgeschlossen. Bald wird er zu einer Klinge werden. Er ist bereits ein ausgezeichneter Schwertkämpfer: stark, wendig und gewitzt. Es gibt da nur ein kleines Problem: er ist recht klein und sieht viel jünger aus als er ist. Wie soll jemand, der von seinen Kameraden nur “Wanze” genannt wird, die gefürchteten Ritter des Königs repräsentieren?

Doch der König hat einen Spezialauftrag für Stahlhart, bei dem er sich sein jugendliches Äußeres zu nutze machen kann. Ein großes und gefährliches Abenteuer wartet.

Zur gleichen Zeit macht sich auch die junge Smaragd auf die Reise. Sie ist eine Weiße Schwester, die die Gabe hat Magie zu spüren. Im Hauptquartier ihres Ordens ist sie einer dunklen Macht begegnet, deren Ursprünge sie nun ergründen will.

“Des Königs Dolche” ist ein Sammelband, der neben dem oben geschilderten Roman “Sir Stahlhart” auch die Bände “Sir Ambrose” und “Silbermantel” enthält, in denen Stahlhart und Smaragd weitere Abenteuer erleben.

Dave Duncan ist hier ein sehr erfrischender Abenteuerroman in alter Mantel-und-Degen-Tradition gelungen. Mit viel Witz, Charme und Talent meistern die Charaktere alle Schwierigkeiten. Besonders Wanze muss man einfach liebgewinnen. Mit der richtigen Portion Ironie und Situationskomik gelingt es Duncan seinen Hauptcharakter trotz dessen überragender Fähigkeiten und seines völlig übersteigerten Selbstbewusstseins nicht arrogant wirken zu lassen.

Stahlharts Welt hat ihren ganz eigenen Flair. Anfangs können die charakteristischen Namen und Spitznamen etwas verwirren. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran, dass die meisten Personen hier nicht Peter oder Hans, sondern Dachs, Schlange, Bandit oder Großmeister heißen. Auch die Magie ist sehr interessant. Wie bei einem Horoskop ist jedem Menschen ein inneres und ein äußeres Element zugeordnet. Die jeweilige Kombination aus Liebe, Tod, Zeit oder Zufall mit Feuer, Wasser, Erde oder Luft hat Auswirkungen auf Charakter und Lebensstil einer Person.

“Des Königs Dolche” bietet drei sehr spannende Abenteuergeschichten im Stil der drei Musketiere. Den Leser erwarten sympathische Charaktere, waghalsige Degen- und Schwertkämpfe und lebensgefährliche Undercover-Missionen in einer interessanten Welt. Wer ein kurzweiliges Fantasy-Abenteuer mit einem Schuss Humor und einer Prise Romantik sucht, findet hier allerbeste Unterhaltung!

Mein Fazit:

Information zur Reihe:

Des Königs Dolche

"Des Königs Dolche" ist eine Fortsetzung der sechsbändigen Fantasy-Reihe "Das Königs Klingen". Man muss die "Klingen" jedoch nicht kennen, um die "Dolche" zu verstehen.

Die Reihe kann eigenständig gelesen werden und besteht aus drei in sich abgeschlossenen Romanen.

1: Sir Stahlhart
2: Sir Ambrose
3: Silbermantel

 Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

Im Zeichen des Panthers von R.A. Salvatore

Genre: 
 (Band 4)

Originaltitel: 
Exile
Verlag: 
Blanvalet
Erscheinungsjahr: 
1992
Seiten: 
192

Achtung: Im Zeichen des Panthers ist schon der vierte Teil der Romanreihe um den rebellischen Dunkelelfen Drizzt Do'Urden. Diese Rezension enthält sehr wahrscheinlich Spoiler für die früheren Bände.

Nachdem Drizzt am Ende des dritten Teils seine neue Heimat Blingdenstone schon wieder verlassen musste, ist er erneut unterwegs durch die gefährliche Wildnis der Unterwelt. Doch diesmal hat er mit seinem treuen Panther Guenhwyvar und dem Tiefengnom Belwar zwei tapfere Begleiter. Ein neuer Freund naht schon bald von unvorhergesehener Seite.

Drizzt, der größte Kämpfer unter den Dunkelelfen, der vom besten Waffenmeister gelernt und sein Können in der Wildnis noch verfeinert hat, hat die Unterstützung seiner Freunde dringend nötig. Er befindet sich in tödlicher Gefahr. Kein geringerer als sein ehemaliger Lehrer Zaknafein ist ihm auf den Fersen. Drizzt' Mutter hat den alten Waffenmeister von den Toten auferstehen lassen und seinen Körper mit dem einzigen Wunsch beseelt, Drizzt zu finden und zu töten...

Drizzt' Geschichte geht gewohnt spannend weiter. Es tut dem Elfen und Buch gut, dass er endlich wahre Freunde gefunden hat. Dies bringt etwas Licht in die düstere Atmosphäre und ist für die Weiterentwicklung des Charakters Drizzt von großer Bedeutung. Schließlich steht schon seit dem ersten Band im Klappentext, Drizzt' Weg führe unaufhaltsam ans Licht...

Tatsächlich scheinen mit der grausamen Totenbeschwörung die letzten Bande zu Drizzt' Familie in der Dunkelelfenstadt gekappt. Wie mächtig das Ritual des auferstandenen Toten wirklich ist, welchen Preis Oberin Malice dafür zahlen muss und was das für die politischen Machtstrukturen im Unterreich bedeutet, erfahren wir im Lauf dieses kurzweiligen Romans. Es wird dramatisch! Auch “Im Zeichen des Panthers” ist ein sehr empfehlenswertes Fantasy-Buch für Fans der dunklen Kreaturen!

Mein Fazit:

Information zur Reihe:

Die Saga vom Dunkelelf

Die Abenteuer des ungewöhnlichen Dunkelelfen Drizzt auf seinem Weg von der Unterwelt ans Licht.

alte dt. Version (Zweiteilung)

1: Der dritte Sohn
2: Im Reich der Spinne
3: Der Wächter im Dunkel
4: Im Zeichen des Panthers
5: Der Hüter des Waldes
6: In Acht und Bann

Es wird eine fortlaufende Geschichte erzählt

Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

Die schwarze Stadt von Tamora Pierce

 (Band 1)

Originaltitel: 
Alanna: The first Adventure
Verlag: 
Arena
Erscheinungsjahr: 
1985
Seiten: 
207

Über Ostern habe ich mir die Zeit genommen endlich mal wieder eines meiner Lieblings-Jugend-Fantasy-Bücher zu lesen. Schon zum dritten Mal reiste ich nun mit Alanna von Trebond in die Hauptstadt des Reiches Tortall, um Ritter zu werden – und die Geschichte war wieder so spannend und unterhaltsam wie beim ersten Mal.

Die junge Alanna möchte ein Ritter werden. Doch ihr Vater will sie in eine Klosterschule für adlige Töchter schicken. Kurzentschlossen tauscht Alanna mit ihrem Zwillingsbruder die Rollen und reist als “Alan” zum Königshof. Sie beginnt ihre Ausbildung als Page, muss jedoch jederzeit die Entdeckung ihres Geheimnisses fürchten.

Zum Glück findet sie schnell mächtige Freunde: den Thronprinzen Jonathan und Georg Cooper, den König der Diebe. Alanna kann diese Verbündeten sehr gut gebrauchen, denn nicht nur eifersüchtige Mitknappen machen ihr das Leben schwer. Auch der berühmte Magier Roger von Conté scheint es auf sie abgesehen zu haben...

Tamora Pierce entwirft sehr lebendige, sympathische Figuren. Man kann gar nicht anders als den edlen Prinzen und den gewitzten Gaunerkönig ins Herz zu schließen. Auch Alanna selbst ist eine Heldin, mit der man gerne mitfiebert. Sie ist mutig und selbstbewusst ohne überheblich zu sein. Obwohl der Weg zum Ritter gerade für ein Mädchen sehr hart und steinig ist, hört sie nicht auf, für ihren Traum zu kämpfen.

Alannas Abenteuer am Königshof werden so unterhaltsam geschildert, dass man am liebsten immer weiterlesen möchte. Schon die alltäglichen Schwierigkeiten beim Kampftraining oder im Schulunterricht und die kleinen Sticheleien unter den Knappen lesen sich so spannend, dass es gar keiner großen dramatischen Verschwörung bedarf. Dass sich eine solche schließlich doch abzeichnet und überaus mächtige Kräfte im Hintergrund die Fäden zu ziehen scheinen, ist ein Bonus, der neugierig auf die Entwicklungen der kommenden Bände macht.

“Die schwarze Stadt” ist ein spannender, kurzweiliger Fantasy-Roman über Mut, Magie und Freundschaft, den ich allen jungen und junggebliebenen Lesern wärmstens ans Herz lege. Auch die Nachfolgebände sind sehr zu empfehlen!

Mein Fazit:

Wer die Alanna-Bücher schon kennt, dem kann ich auch den Zweiteiler "Trickster's Choice" (deutsch: Lia- Die Prophezeiung der Königin) und "Trickster's Queen" empfehlen. Da werden die Abenteuer von Alannas Tochter erzählt.

Information zur Reihe:

Alanna von Trebond

vierteilige Jugendfantasy-Serie - ein Klassiker

1: Die schwarze Stadt
2: Im Bann der Göttin
3: Das zerbrochene Schwert
4: Das Juwel der Macht

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Teuflisches Genie von Catherine Jinks gelesen von Stefan Kaminski

Genre: 
Reihe: 
 (Teil 1)

Sprecher: 
Stefan Kaminski
Autor: 
Jinks, Catherine
Verlag: 
Argon
Erscheinungsjahr: 
2008
Länge: 
7h 38min
(gekürzt)

Der junge Cadel ist ein Genie. Ob mathematische Formeln oder komplizierte philosophische Theorie, nicht bleibt ihm verschlossen. Seine große Leidenschaft sind jedoch Computer. Schon im zarten Alter von 8 Jahren hackt er sich in die Datensysteme von Banken und Versorgungsunternehmen. Seine Adoptiveltern sind mit seiner Erziehung völlig überfordert. Doch dann lernt Cadel den Psychologen Thaddeus Roth kennen. Einen Mann, der ihn versteht, der es mit Cadels geistigen Fähigkeiten aufnehmen kann und sie fordert.

Wenn Cadel durch gewissenhaftes Studium der sozialen Zusammenhänge das U-Bahn-Netz lahmlegt oder den Schulalltag durcheinanderbringt, ist Roth stets voll des Lobes für ihn. Der Psychologe ist es auch, das Cadel bereits mit 13 Jahren einen Platz am AXIS-College besorgt. Doch AXIS ist kein gewöhnliches College. Es ist eine Uni für Genies, für gefährliche Genies, für Menschen, die tatsächlich etwas besseres sind als die Leute auf der Straße. Cadel besucht Kurse in Infiltration, Täuschung und “Das absolut Böse” und ist bald der beste Schüler des College. Seine einzige Verbindung zur Außenwelt ist die junge Kay-Lee, die er bei einer Online-Partner-Börse kennengelernt hat. Mit ihr tauscht er sich über die Geschehnisse am College aus – wohl wissend, dass davon eigentlich nichts nach draußen dringen darf...

Trotz des jugendlichen Protagonisten würde ich “Teuflisches Genie” nicht als Jugendbuch einstufen. Cadel ist auch alles andere als ein normaler Jugendlicher. In vielerlei Hinsicht ist er schon erwachsen, in anderer nicht. Gerade dieses Zusammenspiel von Genie und Kind macht ihn als Charakter so reizvoll. Trotz der Verbrechen, die er verübt, ist Cadel nicht böse. Er tut alle diese Dinge nur, weil er es kann – und weil er neugierig ist, was passiert und ob seine Berechnungen richtig waren.

Das eigentlich absurde Setting mit einem College für Verbrecher und den vielen skurrilen Gestalten, die dort herumlaufen, wird mit solcher Ernsthaftigkeit geschildert, dass die Bedrohlichkeit der Schule und ihres Personals für den Hörer spürbar werden. Man weiß nie, wem man trauen kann und worauf die Geschichte am Ende hinauslaufen wird. Wird Cadel schließlich als Oberfiesling die Weltherrschaft an sich reißen oder wird er die Seiten wechseln?

Ein Hörbuch über ein Genie muss natürlich auch von einem genialen Sprecher gelesen werden. Stefan Kaminski ist in der Szene auch als “Stimmen-Morpher” bekannt, weil er seine Stimme auf vielfältige Weise verstellen kann. Er gibt jedem Charakter eine eigene Note und macht ihn so unverwechselbar. Kaminski quäkt, keucht und würgt ohne dass es gestellt oder unnatürlich wirkt. Für die Gestalten dieser Geschichte hätte man keinen besseren Sprecher finden können! Auch seine “normale” Erzählstimme ist sehr angenehm. Es ist eine Freude, ihm zuzuhören.

“Teuflisches Genie” ist ein ungewöhnliches Buch über einen ungewöhnlich begabten Jungen, eine Schule des Bösen und Verbrechen aller Art. Cadels spannende und interessante Geschichte wird durch Kaminskis gelungene Sprecherleistung zu einem echten Hörerlebnis! Ich glaube, das Selberlesen hätte nicht so viel Spaß gemacht.

Mein Fazit:

Obwohl "Teuflisches Genie" der Beginn einer Trilogie ist, ist es in sich abgeschlossen und kann auch eigenständig gelesen werden.

Information zur Reihe:

Evil Genius

Teuflische Trilogie:

1: Teuflisches Genie
2: Teuflisches Team
3: Teuflischer Held

Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Genre: 
Originaltitel: 
Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann
Verlag: 
Carl's Books
Erscheinungsjahr: 
2011
ISBN: 
978-3570585016
Seiten: 
416

An seinem 100. Geburtstag beschließt Allan Karlsson dem geregelten Leben im Altersheim den Rücken zu kehren und noch einmal Abenteuer zu erleben. Er klettert einfach aus dem (glücklicherweise ebenerdigen) Fenster und setzt sich in den nächstbesten Bus. Durch Zufall gerät ein Koffer voller Geld in seine Hände und Allan wird nicht nur auf einen Schlag reich, sondern hat plötzlich auch eine kriminelle Diebesbande auf den Fersen, die ihre Beute zurückhaben will.

Auf der Flucht vor Dieben und Polizei lernt Allan neue Freunde kennen, denen er seine Lebensgeschichte erzählt. Denn Allan ist bereits viel herumgekommen in der Welt und hat allerlei Abenteuerliches zu berichten.

Jonas Jonasson erzählt in seinem Debütroman eine sehr kurzweilige und amüsante Geschichte. Die Story um den “entlaufenen” Hundertjährigen ist ziemlich absurd und trotzdem sehr schön zu lesen. Man will einfach immer wissen, wie es weiter geht. Obwohl Allan und seine Freunde auf der Flucht eine Menge krimineller Energie entwickeln, sind sie doch alle sehr sympathische und liebenswerte Charaktere.

Die Erzählung wechselt kapitelweise zwischen der Flucht in der Gegenwart und Allans Erinnerungen an 100 Jahre Abenteuer hin und her. Der völlig unpolitische Schwede wurde immer wieder in die politischen Wirren seiner Zeit verstrickt, bereiste die halbe Welt und arbeitete für Präsidenten und Diktatoren mit den verschiedensten Ideologien. Mehrfach gerät er in scheinbar ausweglose Situationen, aus denen er mit Witz, Charme und einer großen Portion Glück immer wieder entkommen kann.

“Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” ist eine kleine, sehr persönliche Reise durch die letzten 100 Jahre Weltgeschichte, die sich sehr leicht und angenehm liest und beste Unterhaltung bietet.

Mein Fazit:

Ich freue mich immer über Fragen und Kommentare! (Spoiler bitte kennzeichnen)

Seiten

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Die Planetenkrieger - im weltweiten Netz seit 2000

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